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Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

Die Pet Shop Boys Diskussion. Alles Neue und Interessante zu den Boys. Hier könnt Ihr auch Fragen stellen oder Fragen anderer Fans beantworten.
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Konstantin
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Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#1 Beitrag von Konstantin » Do 11. Jul 2013, 19:00

Hier kommen bitte ab sofort die künstlerischen Bewertungen zu Electric rein. - Danke!
"That's another good thing about Pet Shop Boys: Always home in time for dinner."
Stuart Price

Rotersand
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#2 Beitrag von Rotersand » Do 11. Jul 2013, 20:17

9/10
Reicht das? :mrgreen:

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Noteburg
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#3 Beitrag von Noteburg » Do 11. Jul 2013, 23:00

So, nachdem ich das jetzt beinahe 2 Wochen lang auf Heavy Rotation gehört hab möchte ich das auf einer Skale von 1 - 10 ungefähr so bewerten

Axis -6/10
Bolshy - 7/10
Construct - 8/10
Flourescent - 7/10
Inside A Dream - 9/10
Last To Die - 6/10
Shouting - 7/10
Thursday - 8/10
Vocal - 9/10

Die letzte 10/10 hatte ich letztes Jahr glaub ich "A Face Like That" gegeben *g* ... passt schon. Sehe das Album nachwievor als eine Art ergänzung zu "Elysium" und tu mich noch etwas schwer mit seiner Eigenständigkeit. Aber das wird...

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#4 Beitrag von Rotersand » Fr 12. Jul 2013, 00:48

Weiß jetzt nicht ob das nun hier rein passt...wenn nicht dann bitte verschieben oder löschen.Findet ihr nicht auch die Instrumentalisierung(Produktion) von Bolshy richtig gut,aber den Refrain(wenn man den als solches überhaupt bezeichnen kann) als total peinlich und lächerlich?.Bolshy,Bolshy,Bolshy Oh!...oder gehts nur mir so?

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Werner
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#5 Beitrag von Werner » Fr 12. Jul 2013, 08:44

- ein wirklich tolles Album
- kein Klassiker (erst recht nicht "the best ever")
- das erste PSB-Album, auf dem Pete Gleadall singt (somit ist er nun endgültig der dritte Pet Shop Boy)
- größtes Manko: das Album ist zu kurz
- demzufolge Ausfallrate mit 4 von 9 zu hoch
- Highlights (erstaunlicherweise): Flourescent, Last to Die, Thursday

im Detail:
Axis - grandioser Opener (leider schon etwas überhört) -> 8/10
Bolshy - kann ich nicht wirklich etwas mit anfangen -> 4/10
Construct - ABBA-Sample recycled by Price - große Erwartungen, nicht ganz erfüllt -> 8/10
Flourescent - magisch (auch wenn etwas Visage Reloaded) -> 9/10
Inside A Dream - schöner (wenn auch zu kurzer) Text - musikalisch nicht überzeugend -> 5/10
Last To Die - überraschend stark, rockt regelrecht -> 9/10
Shouting - das neue "Disco Potential", nervig -> 2/10
Thursday - sehr überraschend, athmosphärisch, in diesem Ausmaß kann ich Rap gut ertragen ;-) -> 9/10
Vocal - immer noch billig, aber perfekter Rausschmeißer -> 6/10
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#6 Beitrag von Tenlow » Fr 12. Jul 2013, 08:58

Werner hat geschrieben:- ein wirklich tolles Album
- kein Klassiker (erst recht nicht "the best ever")
- das erste PSB-Album, auf dem Pete Gleadall singt (somit ist er nun endgültig der dritte Pet Shop Boy)
- größtes Manko: das Album ist zu kurz
- demzufolge Ausfallrate mit 4 von 9 zu hoch
- Highlights (erstaunlicherweise): Flourescent, Last to Die, Thursday

Tolles Album --> definitiv ja.
Klassiker --> wird man sehen müssen (das beste ever aber sicher nicht, nein)
Gleadall --> bei welchem Song??
Albumlänge --> genauso lang wie "Yes" und "Elysium"
Ausfallrate --> subjektiv natürlich, aber nen richtigen Totalausfall habe ich erstaunlicherweise für mich bisher nicht ausmachen können.
Highlights --> Fluorescent ist in der Tat dabei! Tolle Nummer.

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#7 Beitrag von Werner » Fr 12. Jul 2013, 09:40

Tenlow hat geschrieben:
Werner hat geschrieben:- ein wirklich tolles Album
- kein Klassiker (erst recht nicht "the best ever")
- das erste PSB-Album, auf dem Pete Gleadall singt (somit ist er nun endgültig der dritte Pet Shop Boy)
- größtes Manko: das Album ist zu kurz
- demzufolge Ausfallrate mit 4 von 9 zu hoch
- Highlights (erstaunlicherweise): Flourescent, Last to Die, Thursday
...
Gleadall --> bei welchem Song??
...
Laut Booklet bei LIABC (vmtl. im Background-Chor - gemeinsam mit Herrn Price und noch wem...)
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#8 Beitrag von Tenlow » Fr 12. Jul 2013, 10:47

Habe das Album inzwischen auch schon zig Mal gehört und komme zu folgender Bewertung:

Axis: 9 - Muss man nicht mehr viel zu sagen. Super Album Intro.

Bolshy: 7 - Sind mir dann doch zu viele "Bolshys" die da wiederholt werden, die eine höhere Bewertung verhindern. Ansonsten eigentlich ne gute Nummer, besonders der Break ist klasse.

Love is a...: 8.5 - Der Song an sich is eigentlich ne gefühlte Höchstwertung, kriegt aber leichte Abzüge. Neils Stimme ist mir ein wenig zu verfremdet irgendwie. Stört mich normalerweise überhaupt nicht und tuts auch hier nicht wirklich, aber ich finde, dass es "normal" besser klingen würde. Ansonsten halt PSB by numbers. Stampfender Beat, ein wenig Pomp, ein Hauch von Schlager, Männerchor ala Red Letter Day oder Go West. War alles irgendwie schonmal da, aber hat ein tolles Intro, is eingängig ohne Ende und hat tolle Lyrics.

Fluorescent: 8.5 Ein Album Highlight. Düster, mysteriös und wunderbar elektronisch. Klingt nach "Fade to grey" und gleichzeitig modern. Und cool (was bei den PSB nicht zwingend selbstverständlich ist). Außerdem hat ein Track der die Worte "Fluorescent", "Incandescent" und "oligarch" verwendet eh schon gewonnen :D Top Track!

Inside a dream: 7 - Hat mit "Axis" und "Fluorescent" gemeinsam, dass die Nummer(n) auf ner Relentless 2 sein könnten (trifft ja auf "Bolshy" und "Construct" nicht so zu). Die leicht veränderte Stimme von Neil passt hier besser zum Song, als bei "Construct". Ebenfalls schön elektronisch und knackig. Ebenfalls cool. Insgesamt etwas unspektakulär vielleicht, aber trotzdem noch ziemlich gut.

The last to die: 7.5 - Klingt nach Price, nach den "späten" Killers und nach PSB. Klingt nicht nach Springsteen, was in dem Fall gut ist, weil das so sein sollte, wenn man schon einfach vermeintlich "nur" ein Cover aufs Album packt. Solide Pop Nummer, die Spaß macht. Mehr Spaß als z.B. die PSB (Studio!) Version von "Viva la vida". Klingt nicht so dahingeklatscht und lieblos. Is generell ein guter Song (auch im Original). Neil klingt schön melancholisch, der Text ist ernst und außenrum wird das kontrastiert durch erhebende Popmusik. Können die Jungs, sowas.

Shouting in the evening: 7.5 - Love it or hate it. Viel mehr wirds da nicht geben. Harter Techno mit Dubstep Einflüssen, der wie ein 3 1/2 minütiger Ecstasy Trip klingt. Sehr experimentell und PSB untypisch eigentlich diese Kombination. Klingt wenn dann am ehesten noch nach "Disco Potential" auf Acid. Wobei ich letzteres eigentlich nicht besonders mag. Aber "Shouting" ist toll. Passt wohl aber nur auf ne Platte wie "Electric" und auf kein "gewöhnliches" PSB Album. Werden wahrscheinlich echt viele maximal für ne B-Seite halten. Muss man auch für in Stimmung sein. WIe gesagt, ich finds klasse.

Thursday: 8.5 - Die Live Version kriegt ne 10. Die Studioversion deswegen Abzug, weil mir die Verse von Neil deutlich zu leise abgemischt sind gegenüber der Version auf Tour. Klingt natürlich verträumter iwie, aber kommt nur richtig gut, wenn man den Song richtig laut aufdreht. Außerdem ist das "Thursday, Friday, Saturday, Sunday" von Chris zwar nett und tut nicht weh, sorgt aber dafür, dass die tolle Synth Stelle im Hintergrund ebenfalls relativ leise ist (live singt Chris das da ja nicht drüber und das finde ich noch besser). Von diesen Sachen abgesehen ein super Popsong mit absolutem Hit Potenzial. Example stört nicht, sondern gibt dem Song, der ja eigentlich sehr nach 80er klingt noch einen modernen Anstrich und sorgt für Abwechslung. Extrem catchy und toll.

Vocal: 9 - Klingt und soll nach 90er Rave klingen (belegt ja auch das Video). Einfache aber wirkungsvolle Lyrics. Live ein absolutes Brett und ne glatte 10. Die Single Version wurde natürlich verhunzt und verdient vielleicht noch 5 oder 6 Punkte, aber obwohl mir Neils Stimme in der Albumversion zu "trocken" abgemischt is (etwas Reverb mehr und die Sache wäre kein Problem mehr) mag ich den Song trotzdem unglaublich gerne. Mag auch mit dem Live-Erlebnis und den Publikumsreaktionen darauf zu tun haben, aber "Vocal" ist einfach :up: Schade, dass so ein Song von nahezu niemand im Radio gespielt wird. Hier klingen die PSB so modern wie 90er Rave eben heutzutage sein kann :D Von "Axis" abgesehen tatsächlich der beste "richtige" Song des Albums.


Tja was soll ich sagen - insgesamt ein 8/10 Album und vor allem ein wunderbar koheräntes Album ohne Ausfälle. Die Zeit wird zeigen wie die Platte altern wird, aber momentan bin ich begeistert.

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konsul
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#9 Beitrag von konsul » Fr 12. Jul 2013, 13:26

Axis: Ein grandioser Opener. Erinnert mich ein wenig an „For your own God „ Der Song hat mich mit seinem geilen Beat und PSB untypischen Gesang sofort gepackt. Für mich wäre dies eine perfekte Single gewesen. Da fehlte den Jungs wohl letztendlich der Mut.
Der Song steht auf dem Album aber für sich allein, da nachfolgend kein Song vergleichbar ist. Sowohl vom Gesang noch vom Beat. Hätte mir auch gut mal ein gesamtes Album in dieser Art gewünscht. Aber dann wäre Neil wohl etwas unterbeschäftigt gewesen. 10/10

Bolshy: Schöner Beat. Disco meets Schlager. Leider haben sie sich beim Refrain völlig (so bei 2:15/auch so um 4:30)vergriffen. Das nervt unwahrscheinlich. Man sollte Bolshy weglassen und die Stelle instrumental lassen. Kleiner Tip: Im Auto auf voller Lautstärke kommt der Song am Besten. 6.5/10. Ohne Refrain hätte der Song mindestes 8.5-9/10 von mir bekommen.

Love Is A Bourgeois Construct: Hier bin ich zwiegespalten. Eine typische bittersüße PSB-Nummer, mit einem klasse Text. Für mich aber weiterhin keine Single, auch nicht als Radio Edit. Naja, die Jungs haben bei „More than a dream“, „A face like that“ und „The Way It Used to Be“ auch nicht auf mich gehört. Trotzdem ein toller Albumtrack. Ich möchte ihn nicht missen. 8.5/10

Fluorecent: Kling natürlich ein wenig nach „Fade to Grey“ Ist aber mein kleiner Geheimtipp. Mit jedem Mal hören gefällt mir dieser Song besser. Ein richtiges Kleinod. Minimalistischer oder auch zurückhaltender Gesang von Neil vermischt mit Beats/ Synthesizer aus den 80ern. Einfach fantastisch. 10/10

Inside a Dream: Das nächste Highlight. Coole Beats und guter Gesang. Passt hervorragend zu Flourecent. 9.5/10

The Last to die: Endlich mal wieder ein gelungenes Cover. Auch hier zeigen die Jungs, dass sie Rock in Discomusik verwandeln können. Wie einst bei U2. 9/10

Shouting in the Evening: Der Song steht wiederum für sich ganz allein auf der Platte. Aber im Gegensatz zu „Axis“ passt der Song nicht ins Gesamtkonzept. Der Song betritt komplettes Neuland, denn so haben die Boys noch nie geklungen. Ich finde Shouting, nachdem ich ihn nun im Ganzen gehört habe, wirklich gut. Nur ist es für mich kein PSB Song. Ich habe das Gefühl, dass hier entweder Chris oder Stuart Price die Kontrolle übernommen haben und es zu ihrem Song umgebaut haben. In den PSB-Katalog und auf Electric passt er leider nicht. 5.5/10

Thursday: Ein toller PSB-Song mit Rap Zugabe. Das Example hier auch noch zusammen mit Neil singt, war ein kluger Schachzug. Gibt dem Lied noch eine extra Würze. Eine potenzielle Single. 9.5/10

Vocal: Yeah, der Sommerhit des Jahres. Die PSB geben einem voll auf die 12. Wer hier die auf die Tanzfläche gezogen wird, ist selbst Schuld. Nur der Zeitpunkt der Veröffentlichung ist meiner Meinung nach zu spät gewählt und das Video hätte im Axis Stil sein müssen. Die Remixe sind leider nicht so überzeugend, aber das stört eh nur die Fans. 10/10


Fazit: Electric ist für mich ein Spätmeisterwerk der Jungs. Sie haben bewiesen, dass man auch nach 30 Jahren kreativ und wandelbar sein kann. Sie verwalten ihr Erbe nicht, wie so viele andere Bands/Künstler, sondern fügen ihrer Karriere neue Aspekte hinzu.

Das Album als Gesamtheit bekommt von mir eine 10/10, da ich mit den von mir bemängelten Punkten sehr gut leben kann. Electric beinhaltet für mich zum ersten Mal seit „Please“ keinen einzigen Skip-Track. Ich freue mich auf die weiteren Teile der PSB/Price Trilogie.
Haben Sie richtige Männer-Freunde?

„Nein. Ich bin oberflächlich. Wer Tiefe will, soll zum Psychiater gehen.” -Rolf Eden

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orchidee76
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#10 Beitrag von orchidee76 » Fr 12. Jul 2013, 18:43

Hier mal meine Benotung zum neuen Album der PSB.

Axis - 4/10
Bolshy - 5/10
Construct - 7/10 wenn doch nur nicht diese Stampfer wären.
Flourescent - 6/10
Inside A Dream - 8/10 könnte mein Fav. auf dem Album werden.
Last To Die - 7/10
Shouting -1/10
Thursday - 8/10
Vocal -7/10

Insgesamt bin ich wohl doch eher dem Elysium Album verfallen.

Shouting ist ein Song mit dem ich rein gar nichts anfangen kann, und möchte sehr gruselig !
Ich denke bei Vocal und Thursday wird man sich sehr schnell satthören.
Bei Construct denke ich hat Herr T. wohl intensiv am Songtext gearbeitet ,da werde ich mich wohl noch etwas reinhören müssen ,denn dieser Stampfer werten diesen Song enorm ab finde ich.
Flourescent klingt in der tat nach Visage,also nichts neues.
Coverversionen hingegen klingen bei den PSB stets gut .
Axis naja ist mir persönlich etwas zu lang der Song,somit nervt er mich nach einigen Minuten schon.
Bolshy ist eben Bolshy :mrgreen:
Bleibt nur noch Inside A Dream ,ja doch das wäre dann mein Track des Albums.
„Ich mag Violinkonzerte beim fahren, manchmal auch Pop" Neil Tennant

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#11 Beitrag von bakerman » Fr 12. Jul 2013, 19:53

PetShopBoys PreFacebook

Kennt ihr auch die vielen alten Musik-Videos auf Youtube, so aus den 80er und 90er Jahren, mit den Kommentaren „das waren noch Zeiten…“? Jetzt braucht man keine Videos mehr hochzuladen. Man braucht eigentlich nur das „neue“ PetShopBoys Album. Diese Musik war sehr tanzbar, farbenfroh und gleichzeitig unterkühlt- kurz: elektrisierend. Und schwul.

Das neue PetShopBoys-Album ist sehr camp, es rotzt geradezu auf die zwei französischen Heten mit den bescheuerten Motoradhelmen, die glauben, mit ein bisschen Vocoder ist der 70er Disco-Sound etwas Neues.

Axis als Overture darf man ernst nehmen, es ist sozusagen das musikalische Wurmloch, das uns zurückteleportiert in die oben besagten Jahre. Wer hier einsteigt, kann nicht mehr raus, die Sicherheitsbolzen sind eingerastet, es geht los.

Bolshy –o, was sind wir froh! Gay-House mit der guten alten TR 909 und ihrem Gummiball-Rimshot. Wer zu diesem Song nicht tanzt, wird in den Herrentoiletten halt etwas Anderes zum Rhythmus tun. Tennant zeigt selten so eindeutig in der Intonation seine Präferenz zum gleichen Geschlecht. Der heterosexuelle Familienvater wird genervt weiterskippen, aber Tennant will nun mal auch seinen Young Offender besingen, man sollte es ihn lassen.

Love is a whatever construct- is auch egal, was er da wieder für komplexe Gedankengänge untereinander durchwebt. Camp as a row of tents schiebt sich der Song ins unvermeidliche Russian Soldier Choir-Finale, sehr plastik-mäßig abgemischt, um nicht wie einst der Red Letter Day aus dem Albumkonzept zu fallen. Beste Zeile ist- natürlich- „searching for the soul of England, drinking tea like Tony Benn“. Die Melone trägt er beim Singen deutlich auf dem Kopf und Lowe könnte auch ohne weiteres sein altes Regenhütchen aus der Requisite holen. Very PetShopBoys and ONLY PetShopBoys machen solche Lieder, kein anderer würde es sich antun.

Fluoreszierend waren die weißen Hemden im Schwarzlicht der 80ger-Dissen. Wir verblassen nochmal zum Grau, aber es gab weitaus schlimmere Farben in den 80gern. Sehr schön unterkühlt für den Sommer, da braucht man keine Eiswürfel im Hugo mehr. Und dunkel. Darkroomdunkel. Der unter die Clap gemischte Stöhnlaut gibt klar den Dresscode des Songs an: hier darf und soll angefasst werden. „Throwing the dice“-„there`s no return“, Tennant treibt es ungeschützt mit dem Hörer. Wem’s zu hart ist, soll draußen bleiben.

Inside a dream, aber es ist kein Traum von der Sommerblumenwiese. Auch hier harter Beat, trockener Bass, Gott sei Dank kommen die Glöckchen zur Rettung. Lustiges Detail: Price nimmt an einer Stelle den Metronomsound des Sequencers mit auf. Tennants Stimme ist kraftvoll und aggressiv wie zu Please-Zeiten. Ich wusste gar nicht, dass er das noch so hinbekommt. Am Ende verschwimmt alles zu einem Soundbrei und man hört nur noch seine Stimme und diese Please-Stimme, sie ist geboren für Electro-Pop. Unverwechselbar schneidet sie sich ihren Weg. Er meinte am Anfang mal von sich, er könne nicht singen. Mann, Mann, Mann, was haben wir aber Schwein gehabt...

Last to die, last to listen, das ist gut gemacht, aber passt nicht in die herrlich schwule Luft, in der wir wabern. Lasst dem Boss seine Rockerjacke, er kann auch seine immer gleichen patriotischen Schweiß und Tränen-Songs behalten. Wir sind geil, wir wollen tanzen.

Und shouten natürlich. Über die herrlichen 80-Synth-Sounds, aber nein, hier kommt Mr. Price und übernimmt die Konsole. So hätte also das Album geklungen, wenn er das alleinige Stimmrecht bekommen hätte. Habe ich nicht selbst nach Dubstep und Konsorten gerufen? Aber da wusste ich ja auch noch nichts vom eigentlichen Kontext des Albums! Skippen, auch wenn es sowieso nur wenige Songs sind, skippen!

Donnerstag da donnert es- und Samstag kommt das Sams, ach nein, es ist Example, den muss ja jeder kennen- so vom Wegsehen. Chris Lowes Stimme klang noch nie so sexy. Der Typ könnte für mich die Nachrichten vorlesen, so nur zum Genießen. Ich finde hier stiehlt er Tennant auch die Show- vielleicht auch bewusst so gemischt. Bleib übers Wochenende, klar wozu: „I don’t want another drink or fight…“, und dann bin ich schon am Nicken- da kommt diese akustische Hackfresse um die Ecke, naja wenigstens melodisch hat sich der Beispiel-Rapper gut eingefügt. Hoffentlich ein One Night Stand und ohne Frühstück am nächsten Morgen bitte!

Ja und jetzt kommt`s. Das Beste. Das Credo. Und ich glaube. Wo soll ich unterschreiben, gib mir den Antrag für die Mitgliedschaft, aber schnell! Geld egal, ich bin dabei- “this is my kind of music”. Oder besser: Das ist die Band, deren Fan ich sein will- weg mit den anderen. Vocal ist so klar, so knackig, Tennant gibt hier den anderen vor, wo die Gänsehaut zu holen ist. Live ist das klar der Moment, wo alle niederknien- um gleich darauf zu springen. Im Studiomix ist der Text wichtiger. Wenn sie ihn nicht als Single herausgebracht hätten, hätten alle geschrien: hättet ihr doch! Ich hätte es auch gerne als Synopsis versteckt am Ende des Albums gelassen. Nur für die Fans. Nur für die, die verstehen…this is my kind of music!
Zuletzt geändert von bakerman am Fr 12. Jul 2013, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
"totaler Dünnpfiff was Bakerman hier von sich gibt.Der größte Schwachsinn den (ich) hier je gelesen habe...aber irgendwie auch lustig."

Meltem
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#12 Beitrag von Meltem » Fr 12. Jul 2013, 20:45

Ich will jetzt nicht zu jedem einzelnen Song was schreiben, ich finde Electric einfach nur geil. Ein dance Album wie es sein soll. Mir gefallen alle Songs, das eine mehr, das andere weniger aber keins empfinde ich so schlecht, dass ich spulen müsste. Ich habe bei dem Album nur zwei kleine negative Punkte für mich gefunden:

Bolshy: An sich ist der Song toll, aber es ist einfach zu viel Bolshy, Bolshy, Bolshy drin, das macht den Song etwas kaputt. Von der Melodie und dem Beat her, finde ich ihn toll, wenn nur nicht dieses eine Wort so oft vor käme.

Thursday: Das ist mein absoluter Lieblingssong! Ich hatte ihn bisher nur in der live Version gehört, in München dann das erste mal so richtig live und finde ihn spitzenmäßig. Aber was ist denn auf der Album Version damit passiert? Neils Stimme ist viel zu leise und so normal gesungen. Live war da so viel Energie mit drin, das war so ein richtiger Wow Effekt. Diese Energie ist auf der Album Version leider total flöten gegangen. Trotzdem liebe ich ihn sehr, daher finde ich es sehr schade, dass er in der Version nicht so toll rüber kommt.

Mehr negatives kann ich gar nicht zu Electric sagen.

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#13 Beitrag von Konstantin » Sa 13. Jul 2013, 08:30

bakerman, danke für diese toll geschriebene Rezension. Hat mir sehr viel Spaß beim Lesen gemacht!
"That's another good thing about Pet Shop Boys: Always home in time for dinner."
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#14 Beitrag von EASTEND-BOY » Sa 13. Jul 2013, 10:12

BAKERMAN :super !!!!
Mir fehlen die Worte :-), aber du hast sie......
Toll geschrieben, hatte sehr viel Spass beim Lesen.
cu EASTEND-BOY

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#15 Beitrag von romy » Sa 13. Jul 2013, 11:06


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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#16 Beitrag von Miss*Vulnerable » Sa 13. Jul 2013, 23:26

von mir bekommt das Album als Gesamtnote eine 10/10! Absolutes Gänsehaut-Feeling; an jeder Ecke wird man mit einem neuen tollen Sounderlebnis überrascht und am liebsten möchte man alle Songs gleichzeitig hören weil alle so klasse sind. Meine ABSOLUTEN Highlights: Axis, Vocal und Shouting in the Evening. Ehrlich, es gibt keinen einzigen Song wo ich sagen würde das wäre ein Durchhänger. Sogar ein Typ aus meiner Clique, der mit mir letztens im Auto mitgefahren ist und "Electric" in voller Lautstärke mithören "musste" und der sonst nur RockAntenne hört, fragte: "Was is´n das für ´ne Musik, das klingt ja richtig gut!" Ich finde, das ist schon bezeichnend.

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#17 Beitrag von belfry » Sa 13. Jul 2013, 23:42

Axis - Ich finde es toll. Irgendwie ein wenig Kraftwerk, Vangelis und Jarre mit drin. Würdiger Opener - Turn it on! - 8/10
Bolshy - Naja, dieses sich wiederholende Bolshy, Bolshy ist ein wenig nervig - sonst solide Dancenummer - 6,5/10
Love is a Bourgeois Construct - Tolle Melodie, toller Rhythmus - Gut - 8/10
Flourescent - Einen Tacken besser als Axis - Einfach nur cool - 9/10
Inside A Dream - Tolle Dancenummer - 8/10
The Last To Die - Ein schönes, temporeiches Dancelied mit Ohrwurmgarantie - 9/10
Shouting in the Evening - Etwas gewöhnungsbedürftig, untypisch für die Pets, Neils Stimme wurde ein wenig komisch verzerrt, sonst relativer guter (Techno-)Track - warum nicht mal auf diese Art und Weise versuchen - 7/10
Thursday - Einer meiner Favouriten mit Ohrwurmgarantie, schöner Part von Example - 9/10
Vocal - Einfach nur klasse - 9/10

Gesamt: 9/10

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#18 Beitrag von Thomy71 » So 14. Jul 2013, 13:46

Miss*Vulnerable hat geschrieben:Sogar ein Typ aus meiner Clique, der mit mir letztens im Auto mitgefahren ist und "Electric" in voller Lautstärke mithören "musste" und der sonst nur RockAntenne hört, fragte: "Was is´n das für ´ne Musik, das klingt ja richtig gut!" Ich finde, das ist schon bezeichnend.
Ich staune immer über eure Bekannten und Freunde hier. Wenn bei mir Leute im Auto mitfahren oder ich sie auf andere Art mit PSB malträtiere, gibt es immer nur Kommentare wie "Ist doch die gleiche Sülze wie immer", egal wie neu oder anders etwas in meinen Fanohren klingt :mrgreen:

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#19 Beitrag von Miss*Vulnerable » So 14. Jul 2013, 15:09

Thomy71 hat geschrieben:
Miss*Vulnerable hat geschrieben:Sogar ein Typ aus meiner Clique, der mit mir letztens im Auto mitgefahren ist und "Electric" in voller Lautstärke mithören "musste" und der sonst nur RockAntenne hört, fragte: "Was is´n das für ´ne Musik, das klingt ja richtig gut!" Ich finde, das ist schon bezeichnend.
Ich staune immer über eure Bekannten und Freunde hier. Wenn bei mir Leute im Auto mitfahren oder ich sie auf andere Art mit PSB malträtiere, gibt es immer nur Kommentare wie "Ist doch die gleiche Sülze wie immer", egal wie neu oder anders etwas in meinen Fanohren klingt :mrgreen:
Na ja, meine beste Freundin (die am liebsten U2 hört!) meinte immer dass die Songs ja nicht schlecht seien, aber "die Stimme des Sänger klänge so künstlich, irgendwie blechern". Wo doch gerade Neils unverwechselbare, hypnotische Stimme ein ganz wichtiger Bestandteil der PSB-Musik ist, die erkennt man jederzeit sofort aus einem großen Wust anderer Sänger, die meiner Meinung nach alle gleich klingen (vor allem schwarze Rapper oder Soul-Diven) heraus, auch wenn sie wirklich etwas "künstlich" klingt, wie von einem Vocoder erzeugt. Aber darum singt Neil ja bei den Pet Shop Boys und nicht bei U2 :D

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#20 Beitrag von tasso » So 14. Jul 2013, 23:02

Ich finde das Album durchweg klasse und höre es rauf und runter.
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#21 Beitrag von ANd1 » Mo 15. Jul 2013, 23:27

Meine Frau steht eher auf das alte Album ;-)
hab sie jetzt gefühlte 25x mit dem Neuen "belästigt" - sie wird nicht warm mit der "Techno-Kacke" *gggg*
2 Stühle - 1 Meinung ... ähmm nee - annersrum - oder so :-)
"Wir sind eine Zwei-Mann-Band", sagt Till Lindemann, "sozusagen die Pet Shop Boys des Rock'n'Roll".

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#22 Beitrag von Rapunzel » Di 16. Jul 2013, 11:05

Nach dem ersten Hören bleiben mir nur "The last to die" und "Thursday" positiv im Ohr hängen. Der Rest wabert unentschlossen an mir vorbei und lässt mich bisher ziemlich kalt. Mal sehen, wie es nach weiteren Hörduchgängen aussieht.
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Roland
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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#23 Beitrag von Roland » Mi 17. Jul 2013, 21:53

Nicht bei amazon, twitter, facebook oder gebloggt. Nur hier. :D


Meine kurzen Einschätzungen:

Axis

Fast unbemäkelbar, bis in den letzten Winkel auspoliert. Ein sehr gutes Intro, vielleicht etwas lang, aber für eine Senioren-PSB-Tanzplatte womöglich auch genau richtig, kürzer und knackiger wäre für die PSB womöglich vor 20 Jahren angesagt gewesen.
Quasi in Premiere ein nahezu vollständiger Instrumental-Fetzer auf einem Studioalbum. Hab ich mir zumindest schon mal für eine PSB-Platte gewünscht.
10/10

Bolshy

Kann man wohl als Quatschsong in alle erdenklichen Richtungen sehen, aber er ist wohl vermutlich doch eine frivol-freche Darkroom/Klappennummer, weitgehend sinnfrei und aus der Lenden- und Hüftgegend geschossen.
Seit relativ langer Zeit also mal wieder eine bedenkenlos erfrischend-doppeldeutige Produktion, die Ähnlichkeiten zu „The boy who couldn´t keep his clothes on“ nicht zu überhören, auch sonst viele kleine Reminiszenzen an die PSB-Vergangenheit.
Das Upspeeding der Nummer am Ende mit “you don´t know you could only” hat Stuart Price stilistisch 1:1 aus Madonnas “I Love New York” übernommen. Lyrisch hat die Nummer wenig zu bieten, vielleicht insgesamt auch eine Spur zu montoton/lang geraten.
7/10

Love is a bourgeoise construct

Da geht das Herz eines PSB-Fans auf, unverwechselbare und originelle Lyrics, eine treibend-schöne und einfache Galopp-Melodie, prima eingebundenes Fremdsample, fetter Männerchor als Sahne-Endhäubchen. Gut muss nicht kompliziert sein. Darüber bin ich dann auch glücklich und zufrieden in Gänze. Es führt nicht zum Punkabzug, aber ich glaube, ohne Stimmverfremdung bei Herrn Tennant hätte die Nummer noch mehr Glanz gehabt.
10/10

Fluorescent

Hocheffizienz pur. Titelbezeichnug, Musik und Lyrics bilden eine Einheit.
Schöner dunkler Synthesizer. Gefällt mit dem zwischenzeitlichen Bammelnlassen des Drucks
vor allem gut als trancig-chilliges Zwischenspiel.
9/10

Inside a dream

Das Zwischenspiel setzt sich hier fort. Stimmig. An irgendeiner Stelle
Donna Summer-Giorgio Moroder Synhtie-Gedächtnis-Rattern.
Die Lyrics fallen etwas ab.
7/10

The last to die

Hätte ich nach den ersten youtube-Schnipseln nicht gedacht.
Eine Tränen-ins-Auge-drück-Nummer. Wunderbar und toll.
10/10

Shouting in the evening

Als Tempoanzieher, Abwechslung und Nachweis, dass man auf Druck auch mit der Zeit gehen kann, wenn man will, ok.
Sonst eigentlich unnötig weil es mit PSB nur noch wenig zu tun hat und von XY sein könnte.
6/10

Thursday

Das Gegenstück zum Vortitel. Der Beweis das man sich auch der eigenen Vergangenheit bedienen kann.
Der zweite und auch lyrisch wertige (PSB)-Song des Albums könnte ein PSB-Schubladen-Überbleibsel der 80er sein.
Ob Herr Example nun sein musste, ich weiß es nicht. Würde aber sagen, der Abwechslung schadet es nicht.
Es wird ihm auch nicht übemäßiger Platz eingeräumt.
Insgesamt finde ich die Album-Version leicht überproduziert.
Die Live-Version kommt etwas gefälliger daher.
8/10

Vocal

Freiheit dem Kopf – Freiheit den Hüften – Freiheit den Füßen.
8/10

Fazit:

Eine super-homogene und flüssige Platte, die ganz und gar kompromisslos als Dance-Album funktioniert. Eine der rundgefeiltesten Platten der PSB-Historie.
Elektro-elektronisch-elektrifizierend schön.
Stuart Price gibt den Jungs eine frische Club-Note und lässt sie trotzdem nach
sich selbst klingen.
Das erste vollwertige PSB-Stuart Price Gesamt-Experiment ist mehr als einfach nur gut gelungen.

PS. Das Doppel-Vinyl ist ein absoluter Qualitätstraum!

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#24 Beitrag von nitelife » Do 18. Jul 2013, 22:04

wow, die platte ist ja echt genial! das sie sowas noch bringen.... wer hätte das gedacht. diese musik steht den psb echt gut!
freu mich auf weitere psb/price produktionen!

auch von nicht-fans, die bei mir per "zufall" reingehört haben, hab ich bisher nur positives gehört.

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Re: Electric - Kritiken, Rezensionen, Meinungen

#25 Beitrag von Haupti » Fr 19. Jul 2013, 00:54

Axis 8/10
Ein schönes Intro für das Album. Baut von Anfang bis Ende eine gute Stimmung auf, die aufs Album einstimmt.

Bolshy 5/10
Oh je... Das klingt sicherlich so wie sich die Jungs das vorgestellt haben. Mein Geschmack triffts nicht so. Ein wenig nervig mit der Zeit.

Love is a Bourgeois Construct 4/10
Das geilste an dem Track ist das Intro. Nach 30 Sekunden bin ich dann aber raus. Das ist für mich schlimmster Schlager - Village People lassen wieder grüßen. Ich weiß nicht, warum der Song hier so umjubelt wird. Ich werde den skippen (nach 30 Sekunden).

Flourescent 9/10
Ein sehr gelungener Song mit wunderbaren Synthies. Zeitlos.

Inside A Dream 10/10
Yeah... 80s reloaded... für mich eines der Highlights. Ab 2:16 hab ich nen Feeling wie bei den alten Tracks. Bells, ordentlich Hall auf den Vocals... Hammer... hätte nicht gedacht, dass es diesen Sound nochmal von den Jungs gibt.

The Last To Die 7/10
Ganz solide umgesetzt... ich finde da hätte man aber mehr draus machen können. Der Beat stampft ein bissl zu simpel daher. Vielleicht fehlt mir auch einfach ein bisschen mehr Symphonie um das Thema besser zu tragen. Dieser Männerchor stört mich da eher...

Shouting in the Evening 5/10
Licht und Schatten - dieser Progressive & DubStep-Versuch stört mich - der kommt flach daher. Also in die Richtung sollten Sie nicht gehen. Die Breaks jedoch haben Potential für gescheite Mixe ;)

Thursday 10/10
Ganz klar mein 2ter Favorit. Erinner mich auch wieder an die Please-Introspective-Zeit. Das Example rapt stört mich nicht. Er fügt sich ja dem Thema gut ein. Insgesamt eine absolut Runde Sache. Läuft bei mir in Rotation.

Vocal 10/10
Auch einer der stärksten Tracks vom Album. Warum dafür Stuart Price angeheurt hat, weiß ich jedoch nicht.

Fazit: Super Album mit Höhen und Tiefen. Auf jeden Fall kann ich mir aus Elysium und Electric ein Best-Of-Album zusammenbauen ;) Was ich sehr schade finde, ist das Herr Price meiner Meinung nach einige Schwächen in Sachen "Master" hat. Teilweise ist es unterirdisch abgemischt. Egal. Letztendlich bin ich froh, dass die Jungens uns die 9 Tracks nicht vorenthalten haben!

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