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Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

Die Pet Shop Boys Diskussion. Alles Neue und Interessante zu den Boys. Hier könnt Ihr auch Fragen stellen oder Fragen anderer Fans beantworten.
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loveetc123
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Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#1 Beitrag von loveetc123 » Di 6. Jun 2017, 12:17

Hab mich schon gewundert,das nie jemand was dazu sagte.Wie geht Ihr jetzt zu PSB Konzerten?Mulmiges Gefühl? Angst?Ganz egal?Jetzt erst recht?

Es ist schon komisch,finde ich.Wenn man denkt,dass zb die PSB vor ein paar Wochen auch in Manchester tourten.Man weiss ja auch nie,nach welchen Kriterien die Schwachkoepfe den Ort des Anschlags auswaehlen.Paris war so ne Heavygruppe,Manchester ein Teenie-Star.Ich werde kein Konzert jemals deswegen platzen lassen,komisch ist es aber schon,zu wissen,das heute jeder mit allen möglichen in so Konzerte kommen kann.

Zukunft
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Re: Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#2 Beitrag von Zukunft » Di 6. Jun 2017, 16:12

loveetc123 hat geschrieben:
Di 6. Jun 2017, 12:17
... komisch ist es aber schon,zu wissen,das heute jeder mit allen möglichen in so Konzerte kommen kann.
Weder in Paris noch in Manchester sind die Attentäter "mit allen möglichen in so Konzerte" gekommen.

In Paris haben die Täter sich den Weg mit automatischen Waffen freigeschossen, in Manchester wurde eine Bombe vor dem Venue gezündet.

loveetc123
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Re: Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#3 Beitrag von loveetc123 » Di 6. Jun 2017, 18:00

Ist es nicht egal,WIE die Leute ermordet werden?Fakt ist,das Rock/Pop Konzerte als Ziel hergenommen werden.Ich kenne einige Leute ,die in gestern nicht zum Depeche Mode Konzert in Koeln gegangen sind,weil sie Angst hatten.Darauf zielte meine Frage,wobei mich interessiert,wie es mit dem Hardcore PSB Fans aussieht.Mich werden solche Terrorheinis nicht und nie vom Konzert abhalten.

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Re: Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#4 Beitrag von Zukunft » Di 6. Jun 2017, 19:59

Du hast mich gänzlich missverstanden. Dabei habe ich Dich sogar zitiert. Es geht keinesfalls darum, WIE Menschen ermordet werden. Da hast Du völlig recht. Du schreibst, Du fändest es komisch, dass heute jeder mit allem Möglichen in Konzertlocations kommt. Ich nehme an, Du meinst Attentäter, die sich in Konzerte schmuggeln oder gar eine Karte kaufen und dann ohne oder dank schlechter Einlasskontrollen Waffen oder Bomben mitbringen. In den beiden von Dir genannten Fällen, Paris und Manchester, ist aber eben dies nicht passiert. Sich mit einer Terroristenarmee den Weg ins Venue freizuschießen (Paris) oder vor der Arena eine Bombe zu zünden (Manchester) ist ein Attentat und genauso entsetzlich, aber eben ein anderer Sachverhalt. Das kann somit bei jeder größeren Menschenansammlung geschehen. Auf Volksfesten, Demonstrationen, Konzerten, Public Viewings, Sportveranstaltungen, selbst einfach in einer vollen Bahn im Berufsverkehr. Da ist es nicht zielführend zu fragen, ob man aus Terrorangst nicht mehr auf Konzerte geht. Wenn man sich anschaut, wie die Attentate ausgeführt wurden - und nimmt man den aktuellen Vorfall in London dazu -, dann darf man auch nicht mehr mit der U-Bahn fahren, über eine Brücke oder in ein Café gehen. Also sollte man sich in der Öffentlichkeit gar nicht mehr bewegen? Das würde das Fernbleiben von Konzerten in letzter Konsequenz beinhalten.

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Re: Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#5 Beitrag von IRONFLAME.de » Mi 7. Jun 2017, 11:00

Es sterben jedes Jahr zigtausendmal mehr Menschen bei Autounfällen als bei Terroranschlägen. Haben wir dadurch jetzt alle Angst vor Autos? Die überzogene Terrorangst ist völlig irrational und noch viel schlimmer ist welche weitreichenden Einschnitte in unser Leben und unsere Freiheit wir hinnehmen im Tausch gegen vermeintlich größere Sicherheit gegen "den Terror"...
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Re: Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#6 Beitrag von loveetc123 » Mi 7. Jun 2017, 11:15

Ich glaube,jeder denkt/empfindet anderst.Dieser oft genannte Satz"wir lassen uns vom Terror nicht unser Leben nicht aufzwingen.." mag richtig sein,aber den Leuten,die unmittelbar dabei waren,vielleicht sogar Angehörige verloren haben,hilft das nicht wirklich.Natürlich kan ich jeden Tag einen Unfall haben,von der Bahn überfahren werden und und und,aber wenn ich mir vorstelle,beim PSB Konzert in Manchester wäre das passiert,vor ein paar Monaten,DAS wäre das Ziel gewesen und ich mittendrinne,ich wüsste nicht,ob ich dann jetzt nach Baden-Baden,Bochum oderHannover ginge.

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Re: Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#7 Beitrag von IRONFLAME.de » Mi 7. Jun 2017, 12:36

Aber genau das meine ich doch mit irrational. Um Dein Beispiel aufzugreifen, imaginäre Situation: Manchester PSB-Konzert, Du kommst mit einem Freund aus der Halle, Ihr geht in der Innenstadt noch was trinken, und an einer dreispurigen Straße überfährt jemand die roten Ampel und erwischt Deinen Freund. Hat dieses Ereignis dann zum Ergebnis, dass Du ab da dreispurige Straßen meidest und Dich mit anderen privat und im Internet darüber austauschst, ob man dreispurige Straßen meiden sollte?
Warum werden Terroropfer so derartig überhöht, warum sorgen sie für derart überproportionale Aufmerksamkeit und warum lassen wir uns von solchen Ereignissen zu derart irrationalen Entscheidungen hinreißen? Der Familienvater der auf der Brücke vom jihadistischen Spinner überfahren wird, fehlt seinen Hinterbliebenen kein Stück mehr oder weniger als der, der eine Ecke weiter bei einem "regulären" Unfall mit vielleicht demselben Fahrzeugtyp ums Leben kommt. Die Folgen allerdings könnten krass unterschiedlicher nicht sein. Nach Vorkommnis a) soll als angebliche Reaktion darauf alle private Handymessengerkommunikation von Millionen unverdächtigen und unschuldigen Bürgern überwacht und gespeichert werden und das Postgeheimnis weiter ausgehöhlt werden und nach Vorkommnis b) ändert sich genau: nichts. Auch am Tag darauf und allen anderen Tagen bis in alle Ewigkeit werden Menschen von nicht-jihadistisch-gesteuerten Autos getötet werden...

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Re: Manchester/London/Paris-Angst vor Konzerten?

#8 Beitrag von DecaDance » Mi 7. Jun 2017, 21:33

Danke, IRONFLAME. Das Problem ist ein psychologisches. Unser Leben ist so gefährlich, dass wir – objektiv gesehen – immer Angst haben müssten. Von der Hausarbeit über den Weg zur Erwerbsarbeit bis hin zur Freizeitbeschäftigung. So ist ein erfülltes Leben aber nicht machbar. Also blenden wir all die objektiven Gefahren aus, wenn wir in ein Auto steigen oder Ski fahren gehen. Terrorangst ist wie Flugangst: Nachvollziehbar, aber irrational. Die Wahrscheinlichkeit auf dem Weg zu einem Konzert zu stolpern und an einer Hirnblutung zu versterben ist größer als dass man dort durch einen Terroranschlag stirbt. Mit ersterem findet man sich ab. Warum nicht mit letzterem?
Das heißt natürlich nicht, dass man sich mit Terror an sich abfinden muss. Aber mit der Gefahr. Und ich möchte auch nicht, dass die Terroristen ihr Ziel erreichen. Das Ziel von Terror sind nämlich nie die Getöteten, sondern alle anderen. Deswegen nennt man sie auch Terroristen und nicht einfach Massenmörder.
Not integral.

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